Österreich ist international als große Kulturnation bekannt und bringt seine jahrhunderte-alte Tradition in allen kulturellen Bereichen vor allem mit der kulturinteressierten Lebensweise seiner Einwohner, der Architektur seiner Sehenswürdigkeiten, seinen zahlreichen Kulturinstitutionen (Orchester, Opernhäuser, Theater, Museen usw.) aber auch seiner kulinarischen Kultur zum Ausdruck. Stichworte wie Neujahrskonzert, Wiener Kaffeehauskultur und Kabarettszene sind für Österreich ebenso typisch wie der beliebte Wintersport, das Flair seiner Städte und Begriffe wie Heuriger oder Festspiele. Viele Bauten Österreichs zählen zum UNESCO Weltkulturerbe, im Jahr 2003 war Graz Kulturhauptstadt Europas. Zur Verbreitung der Österreichischen Kultur im Ausland dient das Österreichische Kulturforum.
Österreichische Kultur zwischen 600 Jahren Habsburg und der Moderne
Hauptartikel: Österreichische Küche, Wiener Küche
Österreich ist bekannt für seine vielfältige Auswahl an traditionellen Gerichten, Getränken und Mehlspeisen. Zu den bekanntesten Speisen zählen unter anderem das berühmte Wiener Schnitzel, die Tiroler Speckknödel, der Tafelspitz, die Kärntner Kasnudeln und alle Arten von Knödel. Bierbrauerei und Weinanbau haben in Österreich ebenso Tradition wie die Herstellung von österreichischem Käse und Speck sowie der regionale Anbau von Spargel. Zu den berühmtesten Süßigkeiten zählen vor allem die Mozartkugeln, die Sachertorte, die Linzertorte, Salzburger Nockerln und verschiedene Variationen von Strudeln.
Die Österreichische Küche - insbesondere die Wiener Küche - steht traditionell im engen Zusammenhang mit der Kochtradition früheren Staaten der k. u. k. Monarchie Österreich-Ungarn. Neben den eigenständigen regionalen Traditionen wurde sie vor allem von Kochtraditionen aus Ungarn, Böhmen und Italien beeinflusst. Gerichte und Zubereitungsarten wurden oft übernommen und in die eigene Küche integriert und angepasst, als Beispiel sei hier das Gulasch genannt. International bekannt ist sie vor allem für Wiener Schnitzel, Mehlspeisen und Süßwaren. Daneben hat sich in den letzten Jahren eine neue Regionalküche entwickelt, die bevorzugt auch auf Produkte der Region und eine leichte Zubereitungsart setzt.
Weinbau in Österreich wird auf einer Fläche von fast 50.000 ha betrieben. Auf dieser werden von etwa 32.000 Betrieben, inklusive der ca. 6.500 flaschenabfüllenden Betriebe, im Durchschnitt 2,5 Millionen Hektoliter Wein pro Jahr produziert.
Die Weinbauflächen werden 4 Weinbauregionen und diese dann nochmals in 16 Weinbaugebiete unterteilt.
Die klassische Musik hat auch heute noch einen hohen Stellenwert in der österreichischen Kultur und Österreich kann auf eine grosse Zahl (auch international) berühmter Komponisten zurückblicken. Zu den berühmtesten Komponisten ihrer Zeit zählen unter anderem Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Franz Schubert, Anton Bruckner und Johann Strauß, der als einer der Begründer des Wiener Walzers gilt. Dieser Tradition folgten aus dem Genre der klassischen Musik auch viele berühmte Dirigenten wie Erich Kleiber, Herbert von Karajan, Karl Böhm oder Nikolaus Harnoncourt.
Besonders das 18. und 19. Jahrhundert war in musikalischer Hinsicht eine sehr prägende Epoche, als sich unter den hier wirkenden Komponisten Beethoven, Mozart, Schubert, Joseph Haydn uvm. die Stilrichtung der Wiener Klassik entwickelte. Wien galt damals als eine Hauptstadt der Musik - besonders durch den Hof der Regenten und der Dynastie der Habsburger. Wer damals in der musischen Szene eine Namen hatte, gab in Wien seine Konzerte. Entstammt die Musik der Wiener Klassik meist als Unterhaltung und Auftragsarbeiten des Adels, so erfährt die Musik im 19. Jahrhundert eine Öffnung zum Bürgertum, wo Werke der Strauß-Dynastie - wie Johann Strauß' Radetzkymarsch oder die Tritsch Tratsch Polka seines gleichnamigen Sohns, welche gerne an Bällen wie dem Wiener Opernball gespielt werden - populär wurden und noch heute neben der Wiener Klassik einen hohen Stellenwert einnehmen. Ebenfalls in Wien wirkten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die großen Sinfoniker Anton Bruckner und Johannes Brahms. Um und kurz nach der Jahrhundertwende wurde Österreichs Musikleben von Komponisten wie Gustav Mahler (Dirigent der Wiener Hofoper 1897-1907), Alexander von Zemlinsky, Franz Schmidt und Joseph Marx geprägt. Bedeutenden Einfluss auf die Musik der Moderne nahmen die Komponisten der Neuen Wiener Schule, allen voran Arnold Schönberg, Anton Webern und Alban Berg. Daneben gibt es noch zahlreiche Melodien von österreichischen Künstlern auf "klassischen" Instrumenten, die bis heute die Welt begeistern: Nennenswert wären zum Beispiel das Weihnachtslied Stille Nacht, heilige Nacht oder der mit einer Zither gespielte Titelsong zu „Der dritte Mann“ von Anton Karas. Die Firma Bösendorfer stellt seit 1828 Klaviere und Flügel her, die in der ganzen Welt verkauft werden, und bekannte Pianisten aller Genres verwenden teilweise ausschließlich Bösendorfer-Klaviere, darunter András Schiff, Oscar Peterson und Tori Amos.
Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist weltbekannt und findet jedes Jahr am Morgen des 1. Jänner im Wiener Musikverein statt. Es wird weltweit in 44 Staaten übertragen und erreicht so am Neujahrmorgen fast 1 Milliarde Menschen. Gespielt werden vor allem berühmte Walzer, Polka und Märsche, wobei die Werke der Strauß-Dynastie - insbesondere von Johann Strauß (Sohn) - meist besonders stark vertreten sind. Als Abschluss werden traditionell der Donauwalzer und der Radetzkymarsch gespielt.
Auch die Volksmusik sowie die volkstümliche Musik haben in Österreich große Tradition.
Abseits der klassischen Musik sind vor allem der Schlager, Bands aus dem Austropop wie Austria3 und deren Einzelkünstler (Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Rainhard Fendrich) oder S.T.S. sowie die derzeit erfolgreichste Österreicherin am Chartsektor, Christina Stürmer, und natürlich auch Falco und Hubert von Goisern oder DJ Ötzi über die Grenzen hinaus bekannt. Dabei haben aus dem heutigen Österreich die Sänger Peter Alexander und Udo Jürgens in den letzten Jahrzehnten ebenso internationale Bekanntheit erlangt wie die Musiker Joe Zawinul und Friedrich Gulda. Nationale sowie internationale Bekanntheit in ihren Genres erlangten außerdem die Linzer Hip-Hop-Band Texta, Bauchklang, Petsch Moser und Heinz aus Wien.
Zu den bekanntesten (alt-)österreichischen Schriftstellern zählen Franz Grillparzer, Joseph Roth, Johann Nestroy, Robert Musil, Karl Kraus, Friedrich Torberg, Felix Mitterer, Thomas Bernhard und Peter Handke, wie auch die 1905 mit dem Friedensnobelpreis geehrte Bertha von Suttner und die 2004 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete Elfriede Jelinek. Zu den bekanntesten Schriftstellern der österreichischen Volksgruppen zählen Janko Ferk, Gustav Janus und Florjan Lipus, der von Peter Handke in das Deutsche übersetzt wurde.
Die höchsten Bauwerke Österreichs sind:
| Bauwerk | Standort | Höhe | |
|---|---|---|---|
| 01. | Bisamberg Sendemast | Wien | 265 m |
| 02. | Donauturm | Wien | 252 m |
| 03. | Millennium Tower | Wien | 202 m |
| 04. | Kölnbreinsperre Maltatal | Malta | 200 m |
| 05. | Europabrücke | Schönberg im Stubaital | 192 m |
| 06. | Zillergründlsperre Zillertal | Mayrhofen | 186 m |
| 07. | Lichtenberg Sendemast | Lichtenberg | 155 m |
| 08. | Funkturm Arsenal | Wien | 155 m |
| 09. | Hochhaus Neue Donau | Wien | 150 m |
| 10. | Sender Freinberg | Linz | 146 m |
| 11. | Vienna Twin Towers | Wien | 138 m |
| 12. | Stephansdom | Wien | 137 m |
| 13. | Neuer Dom | Linz | 135 m |
| 14. | Schlegeissperre Zillertal | Mayrhofen | 131 m |
| 15. | Limbergsperre Kaprunertal | Kaprun | 120 m |
| 16. | Vienna International Centre | Wien | 120 m |
| 17. | Drossensperre Mooserboden | Kaprun | 112 m |
| 18. | Herz-Jesu-Kirche | Graz | 110 m |
| 19. | Wiener Rathaus | Wien | 105 m |
| 20. | Andromeda-Tower | Wien | 103,5 m |
Ein weiteres Metier erfolgreicher Österreicher stellen die Sparten Film und Theater dar, in denen unter anderem Max Reinhardt, Karl Farkas, Curd Jürgens, Maximilian Schell, Romy Schneider, Senta Berger, Oskar Werner, O. W. Fischer, Otto Schenk, Klaus Maria Brandauer, Martin Kusej. Berühmtheit erlangten. Bekannte Filmregisseure aus Österreich waren bzw. sind u. a. Erich von Stroheim, Billy Wilder, Fritz Lang, Josef von Sternberg, Otto Preminger, Robert Dornhelm, Michael Haneke, Ulrich Seidl, Hans Weingartner.
In der Pionierzeit des Films Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur europäischen Filmwirtschaftskrise in den 20er-Jahren zählte Österreich zu den führenden Ländern - sowohl was Erfindertum als auch das Filmschaffen an sich betraf. So entwickelte der Tiroler Simon Stampfer 1832 das „Lebensrad“, und bereits 1847 führt Ludwig Döhlinger im Josefstädter Theater „bewegliche Bilder“ vor. Die erste belegte öffentliche Filmvorführung fand am 20. März 1896 vor geladenem Publikum in der Lehr- und Versuchsanstalt für Fotografie und Reproduktionsverfahren mit dem Lumière'schen Kinematographen statt. Jedoch sollen bereits wenig zuvor in einer Schaubude im Wiener Prater „Lebende Bilder“ vorgeführt worden sein. Von da an schafften sich mehr und mehr Besitzer von Schaubuden oder Kuriositäten- und Abnormitätenvorführlokalen Kinematographen an. Die ersten Kinos im heutigen Sinne, in denen neben angekündigten Filmvorführungen keine anderen Aktivitäten mehr durchgeführt werden entstanden jedoch erst zwischen 1900 und 1905. Als ältestes Kino galt das Wiener Erika Kino, welches 1999 nach 99 Jahren Betrieb schloss.
Der internationale Handel mit Stummfilmen florierte. Die Bedeutung Österreichs in der weltweit stark wachsenden Filmindustrie nahm mit dem Ersten Weltkrieg stark ab, konnte sich danach aber rasch wieder erholen und erreichte bereits 1921 mit rund 140 produzierten Filmen ihren Höhepunkt. Viele Regisseure und Schauspieler arbeiteten zu dieser Zeit auch, oder überwiegend, in Deutschland. Für die dort ansässig gewesene größte deutsche Filmgesellschaft, die Ufa, filmte etwa Regisseur Fritz Lang, der 1927 mit Metropolis einen Welterfolg landete. Spätestens mit steigender Unterdrückung des freien Filmschaffens Mitte der 1930er in Deutschland, und wenig später auch in Österreich, emigrierten viele heimische Filmschaffende - teils mit Zwischenstationen in England oder Frankreich - in die Vereinigten Staaten, um dort am Aufbau der Hollywood-Filmindustrie mitzuwirken und Karriere zu machen, wie etwa Billy Wilder oder Otto Preminger.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte die Filmproduktion in den 1950er-Jahren zwar einen zweiten Höhepunkt, doch spielten österreichische Filme außerhalb des deutschsprachigen Raums nur noch eine kleine Rolle. Produziert wurden Musik- und Heimatfilme für den deutschsprachigen Raum mit Publikumslieblingen wie Peter Alexander, Gunther Philipp, Marika Rökk und Hans Moser. Ein wesentlicher Regisseur, dessen Karriere mehr als fünfzig Jahre überspannt, ist Franz Antel, der die unterschiedlichsten Filmgenres in seinem Schaffen vereint.
Nach Niedergang des Musikkomödien- und Heimatfilmschaffens folgte in den 70er-Jahren das unproduktivste Jahrzehnt der österreichischen Filmgeschichte mit jährlich nur etwa fünf Kinofilmen. In den 1980er-Jahren erholte sich das heimische Filmschaffen und auch die Filmförderung wurde eingeführt. Es entstanden auch mehrere Kultserien wie Ein echter Wiener geht nicht unter oder Kottan ermittelt. Auch Fernsehshows waren damals sehr beliebt, und Moderatoren wie Heinz Conrads zählten zu den Lieblingen der Nation. In den 1980er Jahren erlangte Karl Moik mit seiner Sendung Musikantenstadl große Bekanntheit im gesamten deutschsprachigen Raum.
In den 1990er-Jahren entwickelte sich das Schaffen des Neuen Österreichischen Films, der von Anfang an gesellschaftskritische Produktionen hervorbrachte, weiter, und erreichte neue Höhen, die seit der Jahrtausendwende mit mehr und mehr Filmpreisen gewürdigt werden. Meist junge und kaum bekannte Regisseure und Schauspieler verwirklichen seitdem kreative Filme, oft mit sozial- oder gesellschaftskritischem Inhalt. Vor allem der seit den 80er-Jahren aktive Michael Haneke hat mit seinen die menschliche Befindlichkeit sezierenden Spielfilmen geschafft, sich international als einer der wichtigsten zeitgenössischen Filmemacher zu etablieren. Seine Arbeiten Die Klavierspielerin sowie Caché wurden mehrfach preisgekrönt und gelten als wesentliche Bestandteile des Weltkinos. Ebenfalls viel beachtet ist Ulrich Seidl, dessen in Venedig uraufgeführte und ausgezeichnete Arbeit Hundstage ein großes Echo fand. Als diskussionswürdige Gestalter heutigen Filmschaffens haben sich außerdem Barbara Albert (Nordrand), Michael Glawogger (Slumming), Jessica Hausner (Hotel), Wolfgang Murnberger (Silentium), Paul Rosdy, Stefan Ruzowitzky (Anatomie) oder Hans Weingartner (Die fetten Jahre sind vorbei) empfohlen. Auf dem Experimentalfilmsektor hat sich seit den 1950er Jahren eine reiche Tradition entwickelt, die von Peter Kubelka, Valie Export oder Kurt Kren bis zu Virgil Widrich reicht. Auch bei erfolgreichen Koproduktion wie dem preisgekrönten Film Grbavica waren österreichische Produzenten maßgeblich beteiligt. Ein wichtiges Forum zur Außendarstellung der österreichischen Filmemacher stellen alljährlich die Filmfestspiele in Cannes dar.
Die TV-Serie Kommissar Rex des Wiener Produzenten Peter Hajek erwies sich als großer internatonaler Erfolg und wurde in zahlreiche Länder verkauft.
Siehe auch: Österreichische Filmgeschichte, Filmfestivals in Österreich, Liste österreichischer Filmproduktionsgesellschaften, Liste österreichischer Filme, Österreichischer Film- und Fernsehpreis Romy
Österreich war, vor allem in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts, eine der führenden Wissenschaftsnationen der Welt und brachte geniale Denker und Forscher wie Wolfgang Pauli und Erwin Schrödinger hervor, die als Begründer der Quantenphysik gelten. Heute wird ihre Arbeit unter anderem von Anton Zeilinger fortgeführt. Neben dem Mediziner Sigmund Freud waren auch der Automobilbauer Ferdinand Porsche, der Erfinder Viktor Kaplan und Ludwig Boltzmann, einer der Wegbereiter der Thermodynamik, berühmte Österreicher. In der Volkswirtschaft brachte die Österreichische Schule, gegründet von Carl Menger und hauptsächlich von Friedrich August von Hayek weitergetragen, eine neue Strömung hervor. Auch Joseph Schumpeter, dessen wohl bekanntestes Werk der Prozess der schöpferischen Zerstörung ist, gilt als hochrangiger österreichischer Wissenschafter und Ökonom.
Siehe auch: Europäisches Forum Alpbach
Siehe auch: Liste österreichischer Zeitungen, Liste österreichischer Journalisten
Österreich gehört zum deutschen Sprach- und Kulturraum in Mitteleuropa. Etwa 98 % der einheimischen Bevölkerung haben Deutsch als Muttersprache. Deutsch ist daher in Artikel 8 der österreichischen Bundesverfassung als offizielle Staatssprache festgeschrieben, wobei auch die Minderheitensprachen in der Bundesverfassung anerkannt sind:
"Artikel 8 Bundesverfassungsgesetz (B-VG)
Die Bezeichnung „österreichisches Deutsch“ meint nichts anderes den Gebrauch der plurizentrischen deutschen Sprache in Österreich, die sich auch in der standardsprachlichen Form Hochdeutsch teilweise vom Gebrauch in anderen deutschsprachigen Ländern unterscheidet. In Österreich werden zusätzlich zur Standardsprache des Hochdeutschen mehrere oberdeutsche Dialekte (mittel- und südbairisch wie etwa Wienerisch sowie alemannische Dialekte in Westösterreich) gesprochen. Da die österreichische Staatsgrenze keine Sprachgrenze ist teilen die in Österreich gesprochenen süddeutschen Dialekte einige sprachliche Besonderheiten mit dem übrigen bairischen Sprachraum in Bayern und dem alemannisch-schwäbischen Sprachraum auf allen Seiten des Bodensees (siehe hierzu auch deutsches Dialektkontinuum).
Die autochthonen Bevölkerungsgruppen in Österreich und ihre Minderheitssprachen werden an einigen Schulen unterrichtet. Dazu gehören Ungarisch, Slowenisch, Burgenlandkroatisch, Tschechisch, Slowakisch und Romanes. Bedingt durch die Zeit der Zugehörigkeit dieses Teils des deutschen Sprachraums zur Habsburger-Monarchie bzw. zu Österreich-Ungarn sind auch einige Lehnwörter aus dem Tschechischen, Ungarischen, Italienischen, Jiddischen, Südslawischen usw. in das österreichische Deutsch (insbesondere ins Wienerische) übernommen worden.
Im Gegensatz zu Ländern wie etwa Frankreich hat Österreich (ebenso wie Deutschland) die Bedeutung der Sprache Englisch für die internationale Kommunikation akzeptiert und Englisch wird eigentlich nicht mehr als Bedrohung für die österreichsche Sprache sondern als "Schlüssel zur Welt" angesehen (auch wenn gelegentlich von Sprachwissenschafter/innen und älteren Österreicher/innen noch Kritik an der allzu starken Verwendung von Anglizismen in den österreichischen Medien geäussert wird). Englisch ist vielmehr die erste und wichtigste Fremdsprache, die in Österreich gelehrt und gesprochen wird.
Die beliebteste (und international bekannteste) Sportart der Österreicher ist das Skifahren, gefolgt von Fußball und Radfahren. Auch Wandern und Bergsteigen genießt in allen Altersgruppen einen zunehmend hohen Stellenwert. (Stand: 2006)
73,6 % der Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche und 4,7 % einer der evangelischen Kirchen (Protestantismus; überwiegend Augsburger Bekenntnis, seltener Helvetisches Bekenntnis: Evangelische Kirche A. B. bzw. H. B.) an. Etwa 180.000 Christen und Christinnen sind Mitglieder orthodoxer Kirchen. Zum jüdischen Glauben bekennen sich etwa 8.140 Menschen (Stand: Volkszählung 2001); nach Angaben der Israelitischen Kultusgemeinde Wien sind es sogar 15.000. Rund 338.998 Personen gehören verschiedenen muslimischen Glaubensrichtungen an. Zum Buddhismus, der in Österreich 1983 als Religionsgemeinschaft anerkannt wurde, bekennen sich etwas über 10.000 Menschen. 20.000 Personen sind aktive Mitglieder der Zeugen Jehovas. Letztere streben die volle gesetzliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft an. Etwa 12 % der Bevölkerung gehören keiner der in Österreich gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften an.
Auch wenn die Trennung von Staat und Kirche in der Republik Österreich formal gültig ist, übt auf Grund der jahrhundertelangen Tradition der Habsburger die römisch-katholische Kirche immer noch einen stärkeren Einfluss auf die Gesellschaft und ihr Bräuche aus, als in anderen europäischen Ländern (vgl. Parallelen zum deutschen Bundesland Bayern). Doch Österreich scheint sich seit den 90er-Jahren - ähnlich dem bisher als "katholisch" geltenden Spanien - mehr und mehr zu einem wirklich säkularen Staat zu entwickeln, insbesondere wegen derer von vielen als wirklichkeitsfremd empfundenen Sexualmoral, sowie besonders wegen der zahlreichen - ihrer eigenen Lehrmeinung widersprechenden - Skandale der römisch-katholischen Kirche und deren Aufdeckung durch die unabhängigen Medien, allen voran durch das unabhängige Nachrichtenmagazin profil. Besonders zwei prominente Fälle sind für diese Entwicklung zu nennen:
Siehe auch: Skigebiete in Österreich
Als vorwiegend von den Alpen beherrschtes Land gibt es in Österreich zahlreiche Möglichkeiten, den alpinen Skisport auszuüben. Insbesondere die Bundesländer Vorarlberg, Tirol und Salzburg bieten in beinahe jedem Alpental ein oder mehrere Skigebiete, die mit zahlreichen Aufstiegshilfen (Seilbahnen, Sessellifte, Schlepplifte) ausgestattet sind. Die großen Skirarenen in den österreichischen Alpen verfügen über 50 oder mehr verschiedene Liftanlagen und manchmal über 100 km präparierte Skiabfahrten. Aber auch in den östlichen Bundesländern gibt es viele Skigebiete. Die kleinsten davon haben oft nur ein oder zwei Schlepplifte und einige hundert Meter an Skipisten. Skigebiete sind häufig auch mit anderen Wintersportmöglichkeiten kombiniert, zum Beispiel mit Langlaufloipen, Rodelbahnen oder Thermalbädern. Zusätzlich gibt es in Österreich einige Gletscherskigebiete, die im wesentlichen unabhängig von der Schneelage ganzjährige Wintersportmöglichkeiten bieten und einige der österreichischen Skigebiete sind immer wieder Austragungsstätte von Weltcuprennen.
Bekannte Skigebiete, Wintersportorte und touristisch erschlossene Alpen-Täler:
Siehe auch: Liste der Seen in Österreich, Liste der höchsten Berge Österreichs
Die Berge spielen im Tourismus, der viele Möglichkeiten für Aktivurlauber sowohl im Winter durch viele Schigebiete als auch im Sommer für Bergwanderungen und Bergsteigen bietet, eine bedeutende Rolle. Die höchsten Berge in Österreich sind Dreitausender und befinden sich in den Ostalpen. Mit 3.798 m ist der Großglockner der höchste Berg und liegt in den Hohen Tauern. Gefolgt wird er von den beiden in den Ötztaler Alpen liegenden Gipfeln der Wildspitze mit 3.774 m und der Weißkugel mit 3.738 m. Für den Sommertourismus in Österreich haben die Seen neben den Bergen die größte Bedeutung, insbesondere die Kärntner Seen und jene des Salzkammerguts. Die Bekanntesten davon sind der Wörthersee, der Millstätter See, der Ossiacher See und der Weißensee. Weitere bekannte Seen sind Attersee, Mondsee und Wolfgangsee im Gebiet zwischen Salzburg und Oberösterreich.
Siehe auch: Liste der Sehenswürdigkeiten Wiens, Österreichisches Kulturforum, Österreichische Landesausstellungen
Siehe auch: Liste der Burgen und Schlösser in Österreich
Culture of Austria | Culture autrichienne | Cultura da Áustria
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