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Die Österreichische Fußballmeisterschaft 1945/46 war die erste Fußballmeisterschaft in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Meisterschaft wurde vom Wiener Fußballverband ausgerichtet. Teilnahmeberechtigt waren ausschließlich Mannschaften aus Wien. Vereine aus den Bundesländern hatten keine Möglichkeit an der Meisterschaft teilzunehmen.

1. Klasse


SK Rapid Wien konnte in der Spielsaison zum 15. Mal Österreichischer Fußballmeister werden. Des Weiteren gelang ihr mit dem 4. Cupsieg das 3. Double. Insgesamt waren zwölf Mannschaften in der Wiener Liga der Saison vertreten. Es wurde eine Hin- und Rückrunde zu je elf Spielen ausgetragen. Die drei letzten Mannschaften der Tabelle waren in der nächsten Spielsaison nicht mehr in der ersten Liga vertreten.


Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. SK Rapid Wien 22 16 3 3 99-24 35
2. FK Austria Wien 22 15 4 3 102-32 34
3. SC Wacker Wien 22 13 5 4 75-28 31
4. Wiener Sport-Club 22 12 4 6 71-38 28
5. First Vienna FC 1894 22 12 3 7 82-41 27
6. FC Wien 22 10 5 7 52-46 25
7. Floridsdorfer AC 22 8 4 10 56-62 20
8. Wiener AC 22 8 4 10 37-49 20
9. SK Admira Wien 22 7 5 10 45-61 19
10. SC Helfort Wien 22 7 5 10 39-56 19
11. SC Rapid Oberlaa 22 1 2 19 22-97 4
12. ESV Ostbahn XI 22 1 0 21 11-157 2

Die besten Torschützen
Die meisten Tore der Spielsaison erzielte Ernst Stojaspal von der Austria Wien mit 34 Treffern.

Die Meistermannschaft der Rapid Wien
Die Meistermannschaft der Rapid Wien wurde von Johann Pesser trainiert.


Tor Verteidigung Mittelfeld Sturm
Walter Zeman Franz Ribitzky Franz Wagner Wilhelm Fitz
Josef Musil Engelbert Smutny Franz Hofer Robert Körner
Ernst Happel Georg Schors Josef Hartl
Leopold Gernhardt Franz Binder
Lukas Aurednik
Alfred Körner
Franz Kaspirek
Stefan Wagner

Aufsteiger

Zweite Leistungsstufe


Als Unterbau zur 1. Klasse fungierten in dieser Saison die beiden zweiten Wiener Klassen. Für die Folgesaison wurden die beiden Ligen zusammengelegt um eine einheitliche zweite Klasse zu formen. Die beiden Zweitligameister durften in die erste Liga aufsteigen, die fünf nächstplatzierten Vereine der zweiten Klassen bildeten mit den drei Absteigern aus der ersten Liga die zweite Leistungsklasse der Saison 1946/47. Es gab keine Aufsteiger aus den unteren Ligen.

Wiener 2. Klasse A

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Post SV Wien 30 24 4 2 132-36 52
2. SK Slovan Wien 30 22 3 5 112-40 47
3. SV Straßenbahn Wien 30 21 2 7 88-43 44
4. SC Red Star Wien 30 19 4 7 98-50 42
5. 1. Schwechater SC 30 18 4 8 93-48 40
6. 1. FFC Vorwärts 06 Wien 30 16 4 10 87-64 36
7. SC Brunn 30 16 3 11 76-49 35
8. SC Gaswerk VIII Wien 30 13 7 10 95-61 33
9. Favoritner AC 30 11 7 12 64-67 29
10. SC Siebenhirten 30 13 3 14 68-80 29
11. FC Austria Brunn 30 11 1 18 79-97 23
12. SV Atzgersdorf 30 8 5 17 49-85 21
13. ASV Penzing 30 6 7 17 52-94 19
14. ASK Liesing 30 4 4 22 35-117 12
15. SC Weiße Elf Wien 30 3 6 21 40-128 12
16. SK Westbahn Wien 30 2 2 26 32-141 6

SC Rot-Stern 03 Wien nahm vor der Saison wieder seinen traditionellen Vereinsnamen SC Red Star Wien an.

Wiener 2. Klasse B

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. SCR Hochstädt Wien 30 23 5 2 79-23 51
2. SC Hakoah Wien 30 23 2 5 104-23 48
3. Landstraßer AC 30 21 2 7 103-33 44
4. SC Columbia XXI Wien 30 18 5 7 106-40 41
5. 1. Simmeringer SC 30 17 4 9 90-53 38
6. SC Austria Donauarbeiter Wien 30 16 5 9 83-51 37
7. Brigittenauer AC 30 16 4 10 68-55 36
8. Nußdorfer AC 30 15 4 11 62-55 34
9. SC Mautner Markhof 30 13 2 15 73-72 28
10. Polizei SV Wien 30 11 5 14 50-60 27
11. SK Südbahn Wien 30 10 5 15 52-79 25
12. SV Donau Wien 30 11 2 17 51-54 24
13. SV Eis Wien 30 7 3 20 45-98 17
14. SC Bewegung XX Wien 30 6 2 22 39-114 14
15. Rudolfsheimer AC 30 4 0 26 26-151 8
16. BSG Felten 30 3 0 27 31-101 6

An der Meisterschaft nahm auch der von den Nationalsozialisten nach ihrem Einmarsch in Österreich verbotene aber nach dem Krieg wiedergegründete Sportclub Hakoah Wien teil. Mit drei Punkten Rückstand auf Hochstädt verpasste die Hakoah nur knapp die Rückkehr in die oberste Liga. Leider blieb dies das beste Nachkriegsergebnis des Vereins, der bald darauf seine Fußballsektion auflöste.

Landesligen


Nach dem Kriegsende fiel die Austragung der österreichischen Meisterschaft wieder dem Wiener Fußballverband zu. Bis zur Gründung der Staatsliga in der Saison 1949/50 hatten die Meister der höchsten Bundesländerklassen, zumeist war dies die Landesliga, keine Aufstiegsrecht in die nunmehr als Wiener Liga titulierte höchste Spielstufe. Jede Landesliga war somit eine in sich abgeschlossene höchste Spielstufe des jeweiligen Bundeslandes.

Landesliga Niederösterreich

Der niederösterreichische Meister wurde in der Finalrunde der Landesliga ermittelt, die sich aus den jeweiligen Meistern der zuvor ausgespielten regionalen Finalgruppen zusammensetzte.

  • Meister Finalgruppe Süd: 1. Wiener Neustädter SC
  • Meister Finalgruppe West: SC Harland
  • Meister Finalgruppe Nord: ASV Stockerau
  • Meister Finalgruppe Ost: ASK Bruck/Leitha

Finalrunde der Landesliga:

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. 1. Wiener Neustädter SC 6 5 0 1 24:11 10
2. ASV Stockerau 6 4 0 2 21:14 8
3. Harlander SC 6 2 0 4 11:17 4
4. ASK Bruck 6 1 0 5 7:21 2

1. Klasse Burgenland

Erstmals wurde auch im Burgenland eine eigene Meisterschaft augespielt. Bisher traten die burgenländischen Vereine nach regionalen Kriterien entweder in den Spielklassen Niederösterreichs oder der Steiermark an. Die erste im Burgenland ausgespielte Meisterschaft fand ihren Sieger im ASV Neufeld/Leitha.


Halbfinale
ASV Frauenkirchen 2:7, 0:7 ASV Neufeld
SC Großwarasdorf 4:3, 1:5 SC Pinkafeld
Finale
SC Pinkafeld 1:3, 0:5 ASV Neufeld


Österreichische Fußballmeisterschaft | Sportveranstaltung 1945 | Sportveranstaltung 1946

 

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