article

ÖBB Logo1.JPG | Austria_1044_semmering.jpg]] Die Österreichischen Bundesbahnen (kurz ÖBB) sind die größte staatliche Eisenbahngesellschaft Österreichs. Die ÖBB sind nach dem Bundesbahnstrukturgesetz 2003 organisiert.

Zum 1. Jänner 2005 ist eine neue Organisationsstruktur in Kraft getreten:

  • ÖBB-Holding AG (nimmt die Anteilsrechte des Bundes wahr und sorgt für eine einheitliche Strategische Ausrichtung des Konzerns)
    • ÖBB-Dienstleistungs GmbH
  • ÖBB-Personenverkehr AG (Personenverkehrsbereich)
  • Rail Cargo Austria AG (Güterverkehrsbereich)
Gemeinsame Tochterunternehmen der ÖBB-Personenverkehr AG und der Rail Cargo Austria AG sind:
    • ÖBB-Traktion GmbH
    • ÖBB-Technische Services GmbH

weiters die

  • ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG (Betrieb und Wartung des Schienennetzes, der Bahnhöfe und Infrastruktureinrichtungen)
  • ÖBB-Infrastruktur Bau AG (Planung, Projektierung und Bau der Infrastruktur, Kraftwerke)
    • Brenner Eisenbahn GmbH
    • ÖBB-Immobilien Management GmbH

Außerdem gibt es noch weitere Konzerngesellschaften wie die ÖBB-Werbecenter GmbH (Homepage), welche die jüngste Konzerngesellschaft ist und für die werbliche Vermarktung der Werbeflächen zuständig ist.

Zahlen


  • Fahrgäste pro Jahr: 188 Mio (2004) (Bus 244 Mio)
  • Güter pro Jahr: 92,3 Mio t (2004)
  • Länge Streckennetz: ca 5700 km (57% elektrifiziert)
  • Mitarbeiter: 47.900 (März 2005)

Die ÖBB ist zudem der alleinige Eigentümer der Eisenbahnstrecken im Fürstentum Liechtenstein (Buchs-Schaan-Feldkirch).

Verwendetes Stromsystem


  • Einphasenwechselstrom 15 kV, 16,7 Hz, Speisung der Unterwerke über 110 kV-Bahnstromleitungen, eigene Erzeugung von Bahnstrom mit einer Frequenz von 16,7 Hz.
  • Ausnahme: Betrieb der Mariazellerbahn mit Einphasenwechselstrom 6,3 kV, 25 Hz. Auch hier erfolgt eigene Bahnstromerzeugung, die aber in den Händen der EVN liegt.

Geschichte


ÖBB_4010_Graz.jpg

Ab 1882 Schrittweise Verstaatlichung des Bahnnetzes der österreichisch-ungarischen Monarchie. Daraus entstehen die Kaiserlich-königlichen österreichischen Staatsbahnen.

  • 1923 Gründung des selbständigen kaufmännischen Unternehmens Österreichische Bundesbahnen Die Abkürzung war BBÖ, da ÖBB schon von der schweizerischen Oensingen-Balsthal Bahn besetzt war.
  • 1938 Anschluss von Österreich an das Deutsche Reich. Die BBÖ wird von der Deutschen Reichsbahn übernommen. Während des Zweiten Weltkrieges werden ca. 41 Prozent des österreichischen Bahnnetzes zerstört.
  • 1947 Die ÖBB (die Schweizer Privatbahnen verwendeten zu diesem Zeitpunkt die gemeinsame Abkürzung SP für ihre Güterwagen im internationalen Verkehr, daher konnte jetzt diese Abkürzung gewählt werden) wird als vom Staat verwaltete Gesellschaft neu gegründet. Die Infrastruktur wird wieder aufgebaut und die Elektrifizierung wird vorangetrieben.
  • 1969 Ein neues Bundesbahngesetz wird verabschiedet. Die ÖBB wird zum unselbständigen Wirtschaftskörper, der als Zweig der Betriebsverwaltung des Bundes geführt wird, aber vollständig im Budget des Bundes verbleibt.
  • 1994 Im Hinblick auf den EU-Beitritt wird die ÖBB aus dem Bundesbudget ausgegliedert und als Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit - einer Mischform aus GmbH und Aktiengesellschaft - installiert, eine Gesellschaft die zu hundert Prozent im Besitz der Republik Österreich ist.

Siehe auch: Liste österreichischer Eisenbahngesellschaften, Geschichte der Eisenbahn in Österreich, Liste der Lokomotiven und Triebwagen der ÖBB, Liste von Eisenbahnstrecken in Österreich

Personenverkehr


Der Personenverkehr der ÖBB auf der Schiene ist unterteilt in Fernverkehr und Regionalverkehr. Der Busverkehr wird von der ÖBB-Postbus GmbH (kurz Postbus) mit fast 2200 Bussen in ganz Österreich durchgeführt.

Der Fernverkehr bedient einige wenige Hauptlinien. Dies sind:

  • Wien (Westbahnhof) - Linz - Salzburg - Innsbruck - Feldkirch - Bregenz
  • Salzburg - Villach - Klagenfurt
  • Wien (Südbahnhof) - Bruck a.d. Mur - Klagenfurt - Villach
  • Wien (Südbahnhof) - Bruck a.d. Mur - Graz
  • Innsbruck/Salzburg/Linz- Selzthal - Graz

Daneben werden auch folgende internationale Strecken bedient:

  • Wien (Westbahnhof) - Linz - Passau (und weiter)
  • Wien (Westbahnhof) - Salzburg - München
  • Wien (Westbahnof/Südbahnhof) - Hegyeshalom- Budapest (und weiter)
  • Wien (Südbahnhof) - Breclav - Praha/Waszawa
  • Wien (Südbahnhof) - Graz - Maribor -Ljubljana/Zagreb
  • München - Innsbruck - Verona (und weiter)
  • München - Salzburg - Villach (und weiter)
  • Praha - Linz - Graz - Ljubljana
  • Wien (Südbanhof) - Hamburg Altona
Im Grundsatz gilt auf den österreichischen Linien, sowie auf der Linie München-Verona ein 2-Stundentakt, was auf einigen doppelt belegten Strecken zu einer Verdichtung zu einem Stundentakt führt. Auf der Westbahn (Wien-Salzburg) gibt es zudem einen Stundentakt mit etwas langsameren IC- Zügen. Die ÖBB führen zudem zu den Spitzenzeiten ausserhalb des Taktsystems zusätzliche Züge. Im Regionalverkehr konzentriert sich der Taktverkehr hauptsächlich lediglich auf die Ballungszentrum um Wien und Salzburg sowie die Bundesländer Tirol und Vorarlberg. In den übrigen Regionen Österreichs verkehren Regionalzüge insbesondere auf Nebenstrecken meist nur unregelmäßig. Die 1.Klasse wird ausschliesslich im Fernverkehr (und auf der Regionalstrecke Bruck a.d. Mur - Graz und in einigen Zügen auf der Regionalstrecke Stainach-Irdning - Bad Ischl - Attnang-Puchheim) angeboten.

Im Fernverkehr der ÖBB gibt es zur Zeit 6 Zugsklassen:

  • ÖBB-EuroCity: Dieser Zug besteht mehrheitlich aus revidierten Wagen (in crème/grau) und führt im Gegensatz zum ÖBB-IC einen Speisewagen. ÖBB-EuroCitys verkehren auch nach Budapest, München und Zürich/Basel
  • ÖBB-IC : Dieser Zug besteht mehrheitlich aus revidierten Wagen (in crème/grau) und führt ein mobiles Bordservice. ÖBB-ICs verkehren zur Zeit vor allem auf der Strecke Salzburg-Wien, wobei je ein Zugpaar auch Wien-Villach, Wien-Schwarzach/St.Veit und Wien-Innsbruck bedient.
  • EC: Dieser Zug besteht vor allem aus nicht revidierten Wagen oder Rollmaterial anderer Bahngesellschaften. Zentraler Unterschied zum ÖBB-EuroCity ist der nicht revidierte Wagen 1. Klasse.
  • IC: Dieser Zug besteht vor allem aus nicht revidierten Wagen der ÖBB und weist keinen revidierten Wagen 1. Klasse auf.
  • D-Zug: Diese Zugkategorie wird von den 4 vorhergehenden langsam verdrängt und stellt nur noch eine kleine Minderheit aller Zugsläufe in Österreich dar. D-Züge kommen vor allem im Verkehr mit Osteuropa und als Spezialzüge zum Einsatz.
  • ICE: (Inter City Express) Diese Zugkategorie fährt auf der Westbahn von Wien nach Innsbruck bzw. Hamburg.

Ab 2008 ist geplant, schrittweise 23 noch zu beschaffende Fernverkehrszüge des Typs „Siemens Railjet“ einzusetzen, welche auf der Westbahn zum Einsatz kommen sollen. Die Gesamtanschaffungskosten werden 280 Mio. Euro betragen.

Schifffahrt


Die ÖBB verkaufte bereits die Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft. Im Februar 2006 wurde nun auch der Verkauf der Wolfgangsee-Flotte, welche aus 6 Motorschiffen besteht, an die Salzburg AG beschlossen.

Weblinks


Bahngesellschaft (Österreich)

Österreichische Bundesbahnen | ÖBB | ÖBB | Österreichische Bundesbahnen | ÖBB

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Österreichische Bundesbahnen".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld