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Die Österreich Werbung ist die von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer Österreich getragene Werbeorganisation für die touristische Dachmarke Österreich weltweit.

In Büros in den wichtigsten Zielmärkten ist sie Ansprechpartnerin für touristische Anbieter in Österreich, aber auch vor Ort für Medien und TouristInnen, die sich über die Angebote in Österreich informieren wollen.

Geschichte


Alter Name: Österreichische Fremdenverkehrswerbung,

Der österreichische Tourismus ist kein Phänomen der Gegenwart. Schon seit dem 19. Jahrhundert ist die Alpenrepublik ein beliebtes Ziel von Gästen aus der ganzen Welt. Die Österreich Werbung (ÖW) ist zwar noch nicht ganz so alt, kann aber auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Die ”Vorgeschichte” des organisierten Österreich-Tourismus beginnt schon im 19. Jahrhundert. Die ersten touristischen Ansätze zu den ”Themen” Gesundheit, Städte/Kultur, Erholung allgemein, Tagungen/Ausstellungen et cetera existierten bereits damals.

1884: 1. Delegiertentagung zur Förderung des Fremdenverkehrs in den österreichischen Alpenländern in Graz; Teilnehmer (unter anderem): örtliche Fremdenverkehrsvereine aus über 100 Gemeinden, Alpine Vereine, Post, Bahn, K.u.K. Handelsministerium sowie die Handelskammer;

1885: 2. Delegiertentagung

1890 übernehmen die österr. Staatseisenbahnen als erste staatliche Stelle die Aufgabe der Förderung des Fremdenverkehrs.

1896: Einrichtung des K.u.K. Eisenbahnministeriums, das auch die Aufgabe bekommt, ”grundsätzliche Maßnahmen zur Hebung des Fremdenverkehrs” zu setzen.

Erst nach der Jahrhundertwende beginnt die eigentliche Organisation des österreichischen Fremdenverkehrs: 1908: Angliederung einer ”Reichsstelle für den Fremdenverkehr” an das K.u.K. Eisenbahnministerium;

1913: Konstituierung des ”Bundes der österr. Fremdenverkehrsverbände” (Alpenländer, Sudeten-, Karpaten- und Adrialänder);

Nach dem Ersten Weltkrieg findet die Organisation des österreichischen Fremdenverkehrs ihre Fortsetzung: 1917/18: Gründung des ”Österreichischen Verkehrsbüros”;

1920: laut Bundesverfassung vom 1. Oktober 1920 ist Fremdenverkehr kompetenzrechtlich in Gesetzgebung und Vollzug Landessache. Die bisher auf Vereinsbasis arbeitenden Landesverbände für Fremdenverkehr werden zu ”Landesfremdenverkehrsämtern”;

1923: Die Bundesregierung betraut das Bundesministerium für Handel und Verkehr, unter Wahrung der Fremdenverkehrskompetenz der Bundesländer, mit der staatlichen Fremdenverkehrsförderung. Gründung der ”Österreichischen Verkehrswerbung Ges. m. b. H.”, deren Aufgabe die gesamtösterr. Fremdenverkehrspropaganda ist – Gesellschafter (u. a.): ÖBB, Südbahngesellschaft, DDSG, Österr. Verkehrsbüro.

In der Folge werden die ersten Außenstellen in Budapest, Rom, Hilversum, Paris, Stockholm, Köln, London und New York City errichtet.

1934: Laut Bundesverfassung vom 1. Mai 1934 gilt die Förderung des Fremdenverkehrs im gesamten Bundesgebiet hinsichtlich Gesetzgebung und Vollzug als Sache des Bundes. Das Bundesgesetz vom 9. Oktober 1934 bildet die Grundlage für die staatliche Organisation der Fremdenverkehrswerbung; laut diesem Gesetz bekommt die Österr. Verkehrswerbung den zusätzlichen Namen ”Werbedienst des Bundesministeriums für Handel und Verkehr” und ist beauftragt, die gesamte Werbung für den Fremdenverkehr im In- und Ausland durchzuführen.

1938/39: Auflösung der Österr. Verkehrswerbung und ihrer Außenstellen in Aussig, Batavia, Berlin, Bombay, Brüssel, Budapest, Bukarest, Kairo, Johannesburg, Kattowitz, Kopenhagen, London, Mailand, New York, Nizza, Paris, Prag, Stockholm, Reichenberg, Rom, Utrecht, Zagreb und Zürich;

Das Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Stunde null. Die österreichische Wirtschaft liegt danieder. Auch die Fremdenverkehrswirtschaft. Mit dem Währungsschutzgesetz von 1947 wurde der alte Schilling im Verhältnis 3:1 gegen den neuen Schilling eingetauscht. Die Etablierung einer gesicherten Binnenwährung war von wesentlicher Bedeutung für einen wirtschaftlichen Neubeginn und somit auch für das Wiederaufleben des Tourismuslandes Österreich.

16. Mai 1945 bis 31. Dezember 1946: Im Rahmen des in Neugründung befindlichen Österr. Verkehrsbüros wird unter der Bezeichnung ”Abteilung 1” die Grundlage für die spätere Österreichische Fremdenverkehrswerbung (ÖFVW) geschaffen; ihre erste Aufgabe besteht in der Erfassung des Zustandes der Hotels und Gaststätten. Leiter des Verkehrsbüros: Hofrat Dr. Anton KROGNER.

1. Oktober 1946 bis 31. Januar 1950: Das Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau übernimmt ab 1946 die Aufgaben der Fremdenverkehrspolitik auf Bundesebene und veranlaßt die Reaktivierung der Fremdenverkehrswerbung durch die Gründung der ”Stelle für den Wiederaufbau der Österreichischen Fremdenverkehrswirtschaft”; sie ist laut Statut eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit und Sitz in Wien. Ihr Leiter: Hofrat Dr. Anton KROGNER (gest. 1952) vom Österreichischen Verkehrsbüro;

die ”Wiederaufbaustelle” gliedert gliedert sich in 2 Abteilungen: 1. Abt. Publizität: Dkfm. Hanns ORTNER (1946 – 49) 2. Abt. Organisation: Dr. KOHL (1946 – 49)

ab Mai 1947 werden die ersten Zweigstellen errichtet: Zürich, New York, London, Brüssel und später Kopenhagen

am 1. Februar 1950 erfolgt die Umbenennung der ”Stelle für den Wiederaufbau der Österreichischen Fremdenverkehrswirtschaft” in ”Österreichische Verkehrswerbung”;

ab 1952 Leiter: Prof. Dr. Paul BERNECKER

18. November 1954: Beschluss zur Gründung des Vereins ”Österreichische Fremdenverkehrswerbung” per 1. Jänner 1955; Mitglieder: Bund, die neuen Bundesländer und Bundeswirtschaftskammer; Obmann ist der jeweilige Bundesminister für Handel und Wiederaufbau;

1955: 15 hauptamtliche Außenstellen in Amsterdam, Berlin, Brüssel, Kairo, Frankfurt, Johannesburg, Köln, Kopenhagen, London, Mailand, New York, Paris, Rom, Stockholm und Zürich sowie 31 ehrenamtliche Vertretungen;

ab 1. April 1965 Geschäftsführer: Dr. Harald Langer-Hansel (30. Juni 1974 in Pension)

Es folgte eine Doppelgeschäftsführung ab 1. Juli 1974: Dr. Helmut Zolles (Gesamtverantwortung) und Dkfm. Frank Kübler. (Dr. Zolles verließ die ÖW 1987; Dkfm. Kübler blieb bis zu seiner Pensionierung im Februar 1999 GF)

21. November 1974: die ”allgemeine grundsätzliche Inländerwerbung” wird ein weiterer Vereinszweck der ÖFVW

Im Herbst 1987 neuer erster GF: Dr. Klaus Lukas. Er blieb bis Herbst 1995.

29. November 1989: Auf Beschluss der Generalversammlung wird die ÖFVW zur Österreich Werbung.

ab 1. Januar 1996 bis 31. Dezember 2000: MMag. Michael Höferer tritt die Nachfolge von Dr. Lukas an.

1. Oktober 1999 bis 31. Januar 2000: Franz Josef Macho.

Seit 1. Januar 2001: Dr. Arthur Oberascher neuer GF der ÖW.

Seit dem Jahr 2001 sind – nach dem Austritt der Länder - nur mehr der Bund, vertreten durch das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft zu 75 % und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zu 25 % Eigentümer der ÖW. Der über das Budget hinausgehende finanzielle Bedarf der ÖW wird durch Leistungsverkauf gedeckt.

Weblinks


  • http://www.austria.info

Österreichische Organisation

 

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