| Öland | |
|---|---|
| FC-Öland, Sweden.png | |
| Land | Schweden |
| Verwaltungsbezirk | Kalmar län |
| Fläche | 1342 km² |
| Länge / Breite | 137 km / 16 km |
| Bevölkerung (2003) | 24.500 |
Die Insel Öland ist eine Hochfläche mit einer höchsten Erhebung von 57 Metern über Meereshöhe (Galgbacken). Die Hochfläche fällt nach Westen steil ab, während sie nach Osten hin Küstenterrassen bildet. Oberflächengesteinsarten sind Sandstein, Schiefer und Kalkstein. Da die Erdschicht aufgrund von Erosion nur dünn ist, bestehen große Teile der Insel - vor allem im Süden - aus einer Karst- und Heidelandschaft (Alvaret) mit entsprechender reicher Fauna. Im Norden zeigen die Rauksteine von Byrum, dass die Insel einst aus dem Meer aufstieg. Zwischen dem Festland und der Langen schmalen Insel liegt mitten im Öresund auf der Granitinsel Blå Jungfrun (Blaue Jungfrau) ein Nationalpark und eine Trojaburg.
Die Pflanzenwelt auf Öland wird durch den Karstuntergrund (vergl. Burren) und das Klima bestimmt: kleinwüchsige Bäume und Sträucher in einer wasserarmen Zone. Aufgrund des für Schweden ungewöhnlichen Bodens (fossile Bergarten) finden sich in der Pflanzenwelt Ölands viele außergewöhnliche Blumen, besonders 34 Orchideenarten. An der Südspitze der Insel liegt ein ausgedehntes Vogelschutzgebiet und eine Forschungsstation für Ornithologie. Typisch für Öland sind die überall anzutreffenden Windmühlen. Von den ehemals 2000 Windmühlen sind noch 400 erhalten. Heute ist Öland eine besuchte Ferieninsel. Der Süden ist zur Kulturlanschaft südliches Öland zusammengefasst.
Um 800 n. Chr. gehörte Öland zum Machtgebiet der Svear, hatte aber einen eigenen Rechtsstatus. Im Mittelalter gewann Öland durch seine Lage am Kalmarsund, der damals eine wichtige Seestraße war, an Bedeutung. Die Entstehung des Marktes Köping als Handelsplatz und der Bau eines Kastells bei Borgholm, das später zu einer großen Burg ausgebaut wurde, zeugen davon.
Aufgrund der Nähe zur dänischen Grenze wurde Öland zwischen 1300 und 1700 in die schwedisch-dänischen Kriege hineingezogen: In den 1360er Jahren, den 1450er Jahren, am Beginn des 16. Jahrhunderts, während des Kalmarkrieges 1611-1613 und nach der Niederlage der schwedischen Flotte an der Südspitze Ölands 1676 wurde die Insel von dänischen Truppen heimgesucht.
Öland, das seit 1617 zur Provinz Kalmar gehört hatte, wurde 1817 eine eigene Provinz, aber schon 1824 wurde sie wieder Kalmar einverleibt.
Öland war die ganze Zeit hindurch eine ausgeprägte Agrarlandschaft. Dies führte aufgrund des Bevölkerungswachstums Anfang des 19. Jahrhunderts zu einer umfassenden Arbeitsmigration (auch nach Deutschland und Dänemark) und ab 1880 - nach einer Agrarkrise - zu einer Auswanderungswelle, bei der etwa die Hälfte der Bevölkerung Öland verließ. Auch heute noch weist Öland sinkende Einwohnerzahlen auf.
In der Nähe der größten öländischen Stadt, Borgholm, hat die schwedische Königsfamilie ihren Sommerwohnsitz "Schloss Soliden". Die schwedische Kronprinzessin Victoria feiert dort jedes Jahr im Juli ihren Geburtstag.
Landschaft (Schweden) | Insel (Schweden) | Vogelschutzgebiet
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