Ökofonds gehören zum Sektor der Branchenfonds und sind meist Aktienfonds selten auch Rentenfonds, die mit Hilfe von Ausschlusskriterien wie beispielsweise Kernkraft, Chlorchemie, Menschenrechtsverletzungen, Gen-/Bio-Technologie, Tierversuche, Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Pornografie, Ressourcen-Raubbau, Rüstung und Diskriminierung von Minderheiten und Frauen nur in Unternehmen investieren, die sozial, ethisch und ökologisch handeln und wirtschaften.
Für ihr Kapital "nur" eine gute Rendite zu verlangen, reicht vielen Anlegern nicht mehr. Sie wollen wissen: Was passiert mit meinem Geld, in wen oder was wird es investiert? Der Blick richtet sich verstärkt auf Finanzanlagen, bei denen sich persönliche Rendite mit gesellschaftlichem Nutzen verbindet, also Umweltaspekte, soziale und/oder ethische Belange Berücksichtigung finden.
Dabei gibt es keinen Widerspruch zwischen den ökonomischen und ökologischen Ansprüchen der Gesellschaft und dem Wunsch der Aktionäre nach Dividenden. Ökologische Fonds eignen sich dazu, persönliche Werte mit der eigenen finanziellen Strategie zu harmonisieren und bieten Rendite ohne Reue.
Soweit die Theorie. Die Praxis zeigt, dass die o.g. Auschlusskriterien dazu führen, im wesentlichen "saubere" new-technology-Aktien zu bevorzugen: IT-Unternehmen hatten keine Emmisionen und ein klasse Betriebsklima. Ein Absturz von 50% und mehr zwischen Frühjahr 2000 und 2003 war die Folge für viele Fonds. Genau wie für alle Branchenfonds bestimmt auch für Ökofonds die Dosis den Grad an Vergiftung des Fondsdepots.
"Öko-Fonds bieten im Vergleich zu Öko-Aktien durch die dadurch positiven Effekte für die Umwelt in Zahl und Ausmaß die bessere (Umwelt-)Bilanz.", berichtet das Umweltbundesamt.
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