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Ísafjörður (dt. "Eisfjord") ist eine Stadt im äußersten Nordwesten Islands in der Stadtgemeinde Ísafjarðarbær.
Geographie
Ísafjörður liegt, eingefasst von den schroff abfallenden Berghängen des
Eyrarfjall (bis 731 m) und des
Kirkjubólsfjall (bis 832 m), am
Skutulsfjörður, einem Seitenarm des
Ísafjarðardjúp und bildet das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der
Westfjorde. In Ísafjörður selbst leben 2.777 Personen (2005), in den restlichen Siedlungen der Gemeinde Ísafjarðarbær weitere 1.332 Personen.
Die Sandbank (isländ. "eyri"), die den Ort trägt, wurde immer wieder aufgeschüttet, um Neuland zu bilden. Somit hat sich die Fläche der Stadt kontinuierlich vergrößert, die Halbinsel reicht heute fast von einem Ufer des Fjords zum anderen, wobei ein wirkungsvoll geschützter Hafen entstand.
Geschichte
Als erster Siedler an diesem Ort wird um
920 Helgi Hrólfsson genannt, der dem Fjord
Skutulsfjörður auch seinen Namen gab, als er an dieser Stelle eine
Harpune (isländ. "skutull") am Strand fand.
Ihm folgten
norwegische und
isländische Händler, welche sich zeitweise hier niederließen. Im
16. Jahrhundert gründeten hier deutsche und englische Firmen ihre Handelsniederlassungen. Die während des
dänischen Handelsmonopols errichteten Häuser am Südzipfel der Halbinsel bilden heute das
Seefahrtsmuseum Neðstakaupstað. Sie stellen den ältesten erhaltenen Siedlungskern Islands (
Tjöruhúsið von
1734) dar.
Ísafjörðurs allgemeiner Wohlstand kam erst im
18. Jahrhundert mit der
Klippfischverarbeitung.
1787 wurde Ísafjörður zum Handelsort, 1866 wurde das Stadtrecht verliehen. Ísafjörður ist der Verwaltungssitz der Gemeinde Ísafjarðarbær mit 4.109 Einwohnern (2005).
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Sehenswertes
Der Ort bietet trotz seiner geringen Einwohnerzahl eine eher städtische Atmosphäre.
Ísafjörður verfügt über eine Musikschule sowie ein Krankenhaus. Das gegenüberliegende ältere Gebäude (das ehemalige Krankenhaus) beherbergt heute ein Kulturzentrum mit einer Bibliothek und Ausstellungsräumen. In der
Aðalstræti (dt. "Hauptstraße") befindet sich die Kunstgalerie
Slunkariki, wo Werke internationaler sowie
isländischer Künstler gezeigt werden. Sehenswert ist auch die eigenwillige, ockerfarbene Betonkirche
Ísafjarðarkirkja und der daran anschließende Friedhof. Der an der östlichen Mündung des
Skutulsfjörður gelegene rot-gelbe, nur etwa fünf m hohe
Leuchtturm Arnarnesviti wurde
1902 errichtet.
Region
Von Juni bis August bestehen von Ísafjörður Schiffsverbindungen zur fast gänzlich verlassenen und schwer erreichbaren Halbinsel
Hornstrandir (Naturreservat) auf der anderen Seite des
Ísafjarðardjúp.
Die verkehrs- und versorgungstechnische Bedeutung des Ortes wird insbesondere deutlich durch die Anbindung an das innerisländische Flugnetz, der Flugplatz von Ísafjörður befindet sich am gegenüberliegenden Ufer des Fjords. Die Entfernung zur Hauptstadt Reykjavík beträgt 457 Straßenkilometer, der nächstgelegene Ort Bolungarvík liegt etwa 15 Kilometer in nordwestlicher Richtung entfernt. Am Ortsrand von Bolungarvík, ist die Fischereisiedlung Ósvör als Freilichtmuseum zu besichtigen.
Schulen
Die Regionalbibliothek wurde 1889 gegründet, 1911 folgte Islands erste Musik-Schule. Seit 1970 gibt es in Isjafjördur 2 Schulen und eine vor kurzem gegründete Kunstschule mit dem Namen von Islands ersten Architekten, Rögnvaldur Ólafsson.
Industrie
Ísafjörður war einst der größte Standort der
Shrimps-Fischerei von Island, und ist auch heute noch besonders für den Fischfang bekannt.
Siehe auch
Weblinks
Ort in Island
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