Élisabeth Guigou (* 6. August 1946 in Marrakech, Marokko; geborene Vallier), ist eine französische Politikerin und gehört dem Parti Socialiste an.
Mit Jean-Louis Guigou, einem ehemaligen fachbezogenen Berater von Michel Rocard, habilitiertem Ökonom und Universitätsprofessor verheiratet, der ebenfalls verschiedene öffentliche Ämter bekleidet hat, haben die beiden ein gemeinsames Kind.
Ihr politisches Engagement geht bis auf die 1960er Jahre zurück, zunächst im Rahmen der Convention des Institutions Républicaines (Kommission zur Reform der Republikanischen Institutionen), danach im PSU, der Vereinigten Sozialistischen Partei und schließlich, nach dessen Gründung im Parti Socialiste Français. Absolventin der ENA, in der Abschlussklasse Simone Weil, beginnt ihre Karriere im Beraterkreis von Jacques Delors 1982, bevor sie auf Einwirken von Hubert Védrine zu François Mitterrand an den Élysée-Palast wechselt. Während der Phase der Cohabitation wird sie im Jahre 1986zur Generalsekretärin des ministeriumsübergreifenden Komitees für Europäische Wirtschaftsfragen benannt.
Nacheinander übernimmt sie verschiedene Aufgaben um Fragen der Europäischen Wirtschaft, anschließend spezifischer auf Mittel- und Osteuropa bezogen. Von 1990 bis 1993 wird ihr der Posten der delegierten Ministerin für Europäische Angelegenheiten angetragen, bis sie 1994 ins Europäische Parlament einzieht.
Als sie 1997 zur Abgeordneten für das Département Vaucluse gewählt wird, wird sie mit dem Posten der Justizministerin betraut. Nach einer Kabinettsumbildung durch Lionel Jospins folgt eine Periode als Ministerin für Soziale Angelegenheiten. Bei einem Versuch 2001, die Bürgermeisterschaft von Avignon für sich zu entscheiden, scheitert sie an Marie-Josée Roig, nach dem Vorbild ihres Mannes im Jahre 1989. Damit ist die Entscheidung besiegelt, den Wahlbezirk zu wechseln und 2002 für das Département Seine-Saint-Denis zu kandidieren.
Daneben engagiert sich Élisabeth Guigou an der Seite von Martine Aubry als Mitglied von deren politischen Beraterkreis für die Stiftung agir contre l’Exclusion (FACE). Im Übrigen hat sie ihren eigenen Kreis für Arbeitgeber gegründet – Europartenaires -, eine feministische Lobby – Femmes d’Europe - und ist im Verwaltungsrat der Stiftung von Jacques Delors – Notre Europe – vertreten. Zum Referendum über die Europäische Verfassung propagierte sie mit Energie ein befürwortendes Votum, aber die Wähler ihres Wahlbezirkes, die bei den Wahlen ein Jahr zuvor den Sozialisten noch das Vertrauen ausgesprochen hatten, entschieden sich diesmal für eine Ablehnung der Verfassung und damit der generellen Linie des PS.
Licence in moderner französischer Sprache und Literatur Weiterführender Studienabschluss in amerikanischer Literatur Grundstudium der Wirtschaftswissenschaften Absolventin der ENA
Funktionen innerhalb der Nationalversammlung (während der XII. Legislaturperiode von 2002 bis 2007:
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