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Ein Ärmel bezeichnet denjenigen Teil eines Kleidungsstücks, welcher den Arm bedeckt. Vom mittelhochdeutsch ermel und althochdeutsch armilo mit der Bedeutung von Armring, Armfessel abgeleitet, bezieht es sich auch auf etwas, das am Arm getragen wird. Ärmel können lang, kurz, weit, bauschig (Puffärmel) oder auch eng anliegend sein. Oft ist die jeweilige Mode dafür Ausschlag gebend. Eine spezielle Ärmelform ist der so genannte Raglanärmel, der bereits am Halsausschnitt des jeweiligen Kleidungsstückes beginnt (siehe auch Raglanmantel). Raglanärmel werden vor allem für Sportkleidung verwendet, da z.B. beim Tragen eines Rucksacks beim Wandern, die anders verlaufenden Nähte nicht so stark auf der Haut scheuern wie bei normalen Ärmeln. Kleidung ohne jeglichen Ärmel nennt man ärmellos.

Die Redensart etwas aus dem Ärmel schütteln, nämlich etwas mühelos und scheinbar unvorbereitet ausführen, bezieht sich auf die Ärmel der spätmittelalterlichen Kleidungsstücke, die oft sehr weit waren und auch als Taschen dienten. Dagegen meint man mit dem Ausspruch: Da müssen wir die Ärmel auf(hoch)krempeln! die Bereitschaft, sich jetzt vehement (bei der Arbeit) anzustrengen. Dies rührt wohl daher, dass lange Ärmel bei der Arbeit oft störend wirkten oder auch bei Anstrengungen schnell zu Schweißbildung führten. Möglicherweise meinte man damit auch lediglich Leute mit weißen Ärmeln, also solche, die hauptsächlich Bürotätigkeiten verrichteten.

Auch der Ärmelkanal hat seine Bezeichnung von der Form eines Ärmels. Die französische Bezeichnung dieser Meerenge La Manche bedeutet soviel wie Schlauch, Ärmel.

Kleidung

sleeve | mouw

 

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