Die Aioler (auch Aiolier oder Äoler, gr. Aioleis) waren eine griechische Stammesgruppe, die vor der Einwanderung der Dorer (Dorische Wanderung) Teile Thessaliens und Boiotiens bewohnt haben sollen, dann zogen sie nach Kleinasien, wo sie den nördlichen Teil der Westküste sowie einige der nordägäischen Inseln besetzten.
Mythischer Stammvater der Aioler war Aiolos, der Sohn des Hellen und Bruder von Doros und Xuthos.
Es heißt von den Aiolern, ihre Sprachen seien untereinander sehr unterschiedlich gewesen. Darum wird Aioler auch für einen Sammelnamen für alle jene griechischen Stämme gehalten, die weder zu den Dorern, zu den Achaiern oder zu den Ioniern gehörten.
Zwischen dem 11. und 7. Jahrhundert v. Chr. gründeten Aioler Städte wie Mytilene (auf der Insel Lesbos), Kyme oder Milet und besiedelten Troja neu.
Aiolisch sprach die Dichterin Sappho und Alkaios, die beide von Lesbos stammten. Auch Homer soll Aioler gewesen sein.
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