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Álvaro Uribe Vélez * (* 4. Juli 1952 in Medellín, Kolumbien) ist seit dem 7. August 2002 der amtierende Präsident der Republik Kolumbien. Kolumbianischer Präsident Alvaro Uribe 2004.jpg

Biografie


Álvaro Uribe Vélez ist der erste von fünf Söhnen des Großgrundbesitzers Alvaro Uribe Sierra und seiner Frau Laura Vélez. Er ist verheiratet mit Lina Moreno, mit der er zwei Söhne hat, Tomás und Jerónimo. Sein Vater wurde 1983 von Aktivisten der FARC-Guerilla ermordet, als er versuchte, einer drohenden Entführung zu entkommen.

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Ausbildung

Uribe studierte Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft an der Universität von Antioquia. Nach seinem Abschluss folgten weitere Studienaufenthalte in Harvard und Oxford.

Politische Laufbahn

1976 wurde Uribe Schatzmeister der öffentlichen Betriebe in Medellín. Von 1977 bis 1978 war er Generalsekretär im Arbeitsministerium und von 1980 bis 1982 Direktor der zivilen Luftfahrt. 1982 wurde er zum Bürgermeister von Medellin gewählt, 1995 zum Gouverneur von Antioquia. Für die Präsidentschaftswahlen am 28. Mai 2002 kandidierte Uribe als unabhängiger Kandidat, obwohl er zeitweise Mitglied der Liberalen Partei Kolumbiens war. Uribe setzte sich bereits im ersten Wahlgang gegen die anderen Kandidaten durch und wurde mit 53% der Stimmen zum kolumbianischen Präsidenten gewählt. Er löste damit Andrés Pastrana Arango im Amt ab.

Alvaro_Uribe_Velez_und_Jacques_Chirac_02_Juli_2002.jpg im Juli 2002]]

Regierungsarbeit und -ziele


Uribe ist als Hardliner im Kampf gegen die kolumbianischen Guerilla-Organisationen (FARC und ELN) bekannt. Obwohl sein innenpolitischer Kurs auch im Ausland stark umstritten ist, ist sein politischer Rückhalt in der Bevölkerung Umfragen zufolge sehr stark.

Guerilla

Sein Amtsvorgänger, Andrés Pastrana Arango hatte versucht, einen Waffenstillstand mit den Guerillagruppen zu vereinbaren, die Verhandlungen scheiterten jedoch. Uribe tritt für eine verstärkte Militärpräsenz ein und unterstützt die Bemühungen der US-Armee, den Drogenhandel in Kolumbien mit militärischen Mitteln einzugrenzen.

Bemühungen der ELN, eine demilitarisierte Zone in ihrem Guerillagebiet einzurichten, tritt Uribe entgegen. Dies begründet er mit den schlechten Erfahrungen, die die Regierung mit einer solchen - 1998 nach Verhandlungen mit der FARC eingerichteten - Zone gemacht hat.

Mittlerweile ist die für die FARC demilitarisierte Zone wieder unter Kontrolle der kolumbianischen Streitkräfte, was nicht heißt, dass nicht auch die FARC noch in diesem - wie in vielen anderen Gebieten Kolumbiens - aktiv ist. Auf der einen Seite hat die Regierung von Uribe so viel Kokain beschlagnahmt und so viele Felder vernichtet, wie nie zuvor in der Geschichte Kolumbiens, auf der anderen Seite fällt international der Preis des Kokain. Ob das heißt, dass der illegale Kokaanbau in Kolumbien nach wie vor ausgeweitet wird oder ob es andere Faktoren zur Erklärung dieses Phänomens gibt, ist umstritten.

Paramilitärs

Ungeklärt ist die Verbindung Uribes zu den rechtsextremen Paramilitärs, den Autodefensas Unidas de Colombia (AUC), wie auch die Verbindungen zwischen dem kolumbianischen Militär und der AUC. Aufgrund dieser Verbindungen und der Menschenrechtsverletzungen, die weiterhin in Kolumbien stattfinden, protestierten die Abgeordneten der sozialistischen, sozialdemokratischen und grünen Fraktionen des Europaparlaments während eines Besuchs Uribes im Frühjahr 2004. Sie verließen den Saal, als Uribe mit seiner Rede beginnen wollte. Einige kolumbianische Politikwissenschaftler sind der Meinung, dass Uribe der erste kolumbianische Präsident ist, der die Paramilitärs ernsthaft bekämpft. Inzwischen gab es eine weitgehende Demobilisierung der paramilitärischen Verbände(ca. 30.000 Mann).

Wiederwahl 2006

Hauptartikel: Präsidentschaftswahlen in Kolumbien 2006

Seit 2003 versuchte Álvaro Uribe, seine Wiederwahl zu ermöglichen, was aber durch die 1991 verabschiedete Verfassung nicht erlaubt war. Ein Gerichtsbeschluss vom 19. Oktober 2005 ermöglichte ihm aber zusammen mit dem Gesetz „Ley de Garantías“, das am 1. November 2005 verabschiedet und am 11. November vom Verfassungsgericht bestätigt wurde, die Kandidatur für 2006. Am 27. November 2005 gab Uribe seine Kandidatur bekannt.

Am 28. Mai 2006 wurde Uribe von 62,2% der Wähler im ersten Wahlgang im Amt bestätigtFAZ und [http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/813/76737/Süddeutsche. Das ist der höchste Wert, den ein Präsident in den letzten 80 Jahren erreicht hat. Auch in absoluten Werten lag Uribe mit 7,3 Mio. Stimmen vor allen seinen Vorgängern. Die Wahlbeteiligung lag mit 45% unter der der letzten 20 Jahre.

Literatur


  • Raul Zelik/Dario N. Azzellini: Kolumbien-Große Geschäfte, staatlicher Terror und Aufstandsbewegung. ISBN 3-929-008-48-3

Quellen


Mann | Kolumbianer | Staatsoberhaupt | Präsident (Kolumbien) | Geboren 1952

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