„Bundesland“ isch aber eigetlich ä irrefüehrendi Bezeichnig, wil es ä Underornig vu de Länder zum Bund nohlegt un dere Eigestaatlichkeit nit wiidergit, denn die dytsche Länder sin Staate im Sinn vum Staatsrächt. Die korrekt un au vum Grundgsetz verwendet Bezeichnig isch doher „Länder“ vu de Bundesrepublik.
Die Underschidig isch nit ubedütend, wil nooch em Zweite Weltchrieg im Weste vum bsetzte Dytsche Riich zuenächst nöii Länder als staatlichi Verwaltigseiheite entstande sin und vu ihne de Bund (d'Bundesrepublik Dytschland) als ä (vorläufige) Noochfolgestaat bildet worre isch (konstitutivs Element). Im Gegesatz dezue schtoht d'Entwicklig im bsetzte Östriich. Dert isch zerst de Bund wiiderbeläbt worre un denooch als sini Deilstaate die dortige Bundesländer.
31. Dezember 2003: Rhiland-Pfalz, Schleswig-Holstei, Saxe-Anhalt
Juni 2004: Hamburg
30. Juni 2004: Meckleburg-Vorpommre
30. September 2004: Saarland
31. Dezember 2004: Bayern, Bade-Württmberg, Brandeburg, Hesse, Nordrhi-Westfale, Nidersaxe, Thüringe
31. März 2005: Saxe
30. April 2005: Berlin, Breme
Die Date beruehe Fortschribige vu dr Iwohnermeldeämter un sin dorum numme uf 10.000 Lüt grundet. Bi grössere Bundesländer bestoht e Usicherheit vu mehrere 100.000 Lüt.
Witteri Gliderig
Vertikali Verwaltigsstruktur vu Dytschland
D'Stadtstaate Berlin un Hamburg sin rächtlich gsähe jewils glichzittig ä Land un ä Stadt un sin nit wtiter in Gmeie underglideret (d'Bezirke vu dene Städte hän ä anderi Bedütig). S'Land Breme bestoh us de Stadtgmei Breme un de Stadt Bremerhave. In de ybrige dytsche Länder git es folgendi witteri Verwaltigs- un Selberverwaltigseinheite:
Regierigsbezirke: Die große Länder Bade-Württeberg, Bayern, Hesse, Nordrhi-Westfale un Saxe sin in Regierigsbezirke underdeilt. D'Bezirk sind dezentrali Einheite vu de Landesverwaltig. D'Underdeilig vu de Länder Nidersaxe (bis 31. Dezember 2004), Rhiland-Pfalz (bis 31. Dezember 1999) un Saxe-Ahalt (bis 31. Dezember 2003) isch in vergangene Johre ufghobe worre. In Rhiland-Pfalz sin funktionsdeilig an d'Stelle vu de dri Regierigspräsidie zwei Struktur- un Gnähmigigsdirektione sowie ä Ufsichts- un Dienstleistigsdirektion trätte. Zuedem git's in de Region Pfalz de am Afang vum 19.Johrhundert entstande Bezirksverband Pfalz.
Landkreise: Jeder Flächestaat isch in Landkreise (in manche Bundesländer au als Kreise bezeichnet) underdeilt. Insgsamt git es derzitt 323 Landkreise in Dytschland. Dezue chumme die 117 kreisfrie Städte (inklusive vu de beide Stadtkreise in Breme), wo cheinem Landkreis anghöre, sundern d'Ufgabe vu de Landkreise selber wohrnämme, insofern ä eigene Kreis bilde un doher au als Stadtkreise bezeichnet werre. D'Landkreise sin Biitskörperschafte, wo yber direkt gwählti Organe verfüege.
Kommunalverbände: In einige Bundesländer git's als Zwischestufe vu de kommunale Arbet zwische Landkreis un Gmeie Kommunalverbände oder Verwaltigsgmeinschafte in underschidliche Forme un mit underschidliche Ufgabestellige. Si hän doher je nooch Land au sehr underschidlichi Bezaichige, z. B. Amt, Samtgmei, Verbandsgmei oder Gmeiverwaltigsverband.
Gmeie: Gemeie sin die chleinste selbständige territoriale Einheite. In Dytschland git's derzitt 13.400 Gmeie un gemeifrii Biite (Stand: 31. Dezember 2002). Städte sin in de Regel Gmeie wo numme au d'Bezeichnig Stadt füehre dürfe (vergliich Stadtrecht). Säll isch entweder historisch verbüergt un isch im Middelalder meistens mit zahlriiche Privilegie verbunden gsi (z. B. eigeni Styre), oder aber es handelet sich um größeri Gmeie, dene uf Grund vu ihrer hütige Bedütig un Ufgabestellig d'Bezeichnig Stadt nöi verliehe wird (je nooch Land wird säll sehr underschidlich ghandhabt). D'Gmeie sind Biitskörperschafte, wo yber direkt gewählti Organe verfüege.
Am 23. August1946 entsten dur d'Verornig Nr. 46 vu de britische Miltärregierig„Betreffend die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in der Britischen Zone und ihre Neubildung als selbständige Länder“ d'Länder Nidersaxe, Nordrhi-Westfale un Schleswig-Holstei. Hamburg isch eigeständigs Land bliibe. S'Land Rhiland-Pfalz isch au 1946 dur Verornig vu de französische Militärregierig gschaffe worre.
Die Hessische Verfassig isch vu de Verfassungsberatenden Landesversammlung in Wiesbaden am 29. Oktober 1946 bschlosse worre, no am 1. Dezember 1946 dur Volksabstimmig in Kraft trätte un isch somit die erste Noochchriegsverfassig in Dytschland gsi.
Am 25. Februar1947 het de Alliierte Kontrollrat d'Uflösig vu Preisse beschlosse. Bis dertna het Preisse formal mit sine Provinze näbe de nöigründete Länder witterexistiert.
Am 8. Mai1949 wird s'Grundgsetz fer d'Bundesrepublik Dytschland verabschidet. Nordrhi-Westfale un Hamburg werre Bundesländer. Au Schleswig-Holstei wird mit de 1949 vum erste gwählte Schleswig-Holsteinische Landdag verabschidete Landessatzig, wo am 12. Jänner1950 in Kraft trätte isch, Bundesland. D'Mitglidschaft vu Westberlin im Bund isch zwar vu de Westalliierte aerchannt worre, isch aber bis Juli 1990 wägem Viirmächtestatut fer Gsamtberlin suspendiert gsi.
Am 25. April1952 sin (Süd)Bade, Württeberg-Bade un Württeberg-Hohezollre noch ere umstrittene Volksabstimmig zum Land Bade-Württeberg vereinigt worre.
Im gliiche Johr sin d'Länder in de DDR zwar nit formal ufglöst, aber vu ihre Verwaltigsfunktione enthobe worre, was ere de-facto-Uflösig glichchume isch; an ihri Stell sin 14 Bezirke und Berlin (Ost) trätte, was offiziell „Berlin – Hauptstadt der DDR“ gnennt worre isch.
1957 isch s'Saarland als 10. Land in d'Bundesrepublik Dytschland ufgnumme worre, aber wirtschaftlich bis 1959 bi Frankriich bliibe.
Am 03. OOktober 1990 sin d'Bezirke uf em Gebiit vu de DDR abgschafft worre und die sex ehemalige Länder nöi errichtet worre (s'ehemolig Meckleburg het de Namme Meckleburg-Vorpommere), deilwiis mit veränderte Grenze Länder vu de Bundesrepublik Dytschland worre. Westberlin isch debi mit Berlin (Ost) wiidervereinigt worre.
Ä Nöigliderig vum Bundesbiit ufgrund vu Artikel 29 GG wird immer wiider in die politisch Diskussion ibrocht.
Zueledscht isch aber ä Fusion vu Berlin un Brandeburg am Wille vu de brandeburgische Bevölcherig gschiteret. D'Vereinigig vu zwai Bundesländer (oder d'Trennig) isch de ainzig Fall, in dem s'Grundgsetz ä Volksabstimmig vorsiht (Artikel 146, wo au ä Abstimmig vorgsähe het, het mer gstriche). Näbe Fusione werre deilwiis au Deilige diskutiert. So fordert bispiilswiis de Fränkisch Bund ä Abspaltig vu Frankens vum Fristaat Bayern und selbstverständlich wird au d'Bade-Frog immer wiider in de Ruum gworfe, wenn's um d'Verdailig vu Geld oder Irichtige in Bade-Württeberg got. Aktuell het aber chei Abspaltigsbewegig Ussicht uf Erfolg.
Do sin d' Landesflagge vu de Länder dargstellt. Sie düerfe in de Öffetlichkeit vu jedem Bürger zaigt werre. D' Landesdienstflagge higege sin in de Verwendig starch igschränkt – sie düerfe numme vu de jewilige Landesbehörde verwendet werre.
De Fristaat Bayern bsitzt zwei glichgstellti Staatsflagge: einmol die wiss-blau grautet Flagge (lueg z. B. do: Bayern), zum andere die do dargstellt Flagge mit horizontale Strife in de Farbe Wiss un Blau.
In folgende Länder git's chei Underschid zwische Landesflagge un Landesdienstflagge: Bayern, Brandeburg, Hamburg, Nidersaxe, Rhiland-Pfalz un Saarland. D'Bremer Landesflagge mit Wappe (in zwei Variante) düerfe au vu de Bürger verwendet werre.
D'Landesdienstflagge vu folgende Länder zeige zuesätzlich s'Landeswappe: Bade-Württeberg, Hesse, Meckleburg-Vorpommre, Nordrhi-Westfale, Saxe, Saxe-Ahalt, Schleswig-Holstei, Thüringe. D'Berliner Dienstflagge zeigt statt em Bär vu de Landesflagge s'vollständig Landeswappe.